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Meine literarische Arbeit, das darf ich sagen ohne unbescheiden zu sein
(und natürlich muss auch die Arbeit des großartigen Kabinetttheaters
der Julia Reichert und des Christopher Widauer erwähnt werden),
hat dazu beigetragen, einer literarischen Form größere Popularität
zu verschaffen, die als eigenständige nie ernst genommen worden
ist (und wohl auch in Zukunft - man soll sich keine Illusionen machen
- nicht wirklich werden wird), dem, wie immer man sie nennen will, Minidrama,
Mikrodrama, Dramolett. Immer öfter gießen Journalisten ihre
satirischen Glossen in dramatische Kleinformen, selbst ein Parlamentsabgeordneter
der Grünen hat sich, mit mäßigem Erfolg, an ihnen versucht.
Großer Bedarf scheint zu herrschen. Wo immer ich aus meinen Dramoletten
vorlese, in Literaturhäusern, Bibliotheken, Schulen, Buchhandlungen,
in großen Städten, kleinen Ortschaften, fast jedes Mal tritt
nach der Lesung jemand an mich heran, erzählt aus seinem Berufsalltag
und fügt hinzu: "Darüber sollten Sie einmal ein Dramolett
schreiben."
Auszug aus dem Programmheft Theater an
der Wien
"Nachtflug mit Puppen", 2008
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